Bayern-Nord
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Anton Krach - neuer Außenstellenleiter

Im Goldenen Saal des Rathauses der mittelfränkischen Stadt Schwabach wurde am
28. November 2019 Anton Krach als neuer Außenstellenleiter und Nachfolger
von Udo Wolf eingeführt.

Polizeidirektor a.D. Josef Wittmann, Landesvorsitzender Bayern-Nord, freute sich, dass für Roth/Schwabach ein neuer Außenstellenleiter gefunden wurde. Er würdigte die zwölfjährige Tätigkeit von Udo Wolf, der aus gesundheitlichen Gründen der Feierstunde und seiner Verabschiedung nicht beiwohnen konnte.
Wittmann dankte den Ehrengästen, Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer, der den Festvortrag hielt, Hausherrn Oberbürgermeister Matthias Thürauf und Landrat Herbert Eckstein für deren Grußworte. Der Landesvorsitzende gab einen kurzen Abriss über die Struktur des WEISSEN RINGS in Deutschland, Bayern-Nord und Roth/Schwabach. „Mittelfranken hat acht Außenstellen, die Außenstelle Schwabach hat 30 Mitglieder, in Roth sind es 55 Mitglieder“, sagte Josef Wittmann. Hier ging sein Apell an alle, den WEISSEN RING zu unterstützen und ihm eventuell als Mitglied beizutreten.

Oberbürgermeister Matthias Thürauf erinnerte sich: „Den WEISSEN RING kenne ich schon als ich noch ein kleiner Bub war. Eduard Zimmermann war damals für mich ein Begriff“, sagte das Stadtoberhaupt von Schwabach. Er fragte kritisch, ob man eigentlich die Opferperspektive so im Blick habe. „Eine Lobby für Opfer ist nötig. Der WEISSE RING hat ein Ohr für die Opfer und das ist gut so“ sagte Thürauf. Dem neuen Außenstellenleiter Anton Krach zollte er Respekt, dass dieser die Aufgabe übernommen habe. „Sicher keine leichte Aufgabe und ich wünsche ihnen hierfür Kraft und dass sie segensreiche Arbeit leisten“, schloss der Oberbürgermeister.


 

Es sei nicht leicht für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des WEISSEN RINGS mit Opfern verständnisvoll umzugehen, sagte Landrat Herbert Eckstein. „Diese Arbeit ist aber wichtig und unverzichtbar. Zum Opfer Vertrauen aufzubauen, ist immer wieder eine neue Herausforderung“, sagte Herbert Eckstein. Er sprach einige ihm bekannte Fälle an, wo der WEISSE RING professionell geholfen habe. „Helfen können, ist sicher ein gutes Gefühl und ein Geschenk für alle ehrenamtlich tätigen Helfer des WEISSEN RINGS“, schloss der Landrat.

Die Festrede hielt Dr. Thomas Bauer, Regierungspräsident von Mittelfranken. Er stattete seinen Dank an alle Ehrenamtlichen im Allgemeinen ab. „Ehrenamtliche sind ein großes Geschenk in Deutschland und die Mitarbeiter des WEISSEN RINGS sind ein Teil dieses Geschenks“, so der Regierungspräsident. Auch den bisherigen Außenstellenleiter des WEISSEN RINGS, Udo Wolf, vergaß er nicht und würdigte dessen langjährige Tätigkeit, der wie alle, großartige Arbeit für die Opfer leistete. „Wenn ich in die Opferstatistik blicke und feststelle, dass in Bayern 125.000 Menschen im letzten Jahr Opfer wurden, dann ist das Mahnung für Staat und Gesellschaft und mir wird ihre wichtige Arbeit deutlich“, sagte Dr. Thomas Bauer. Die Angst der Opfer mildere deren Lebensqualität erheblich. Hinzu komme noch die durch eine Straftat ausgelösten psychischen Probleme. Für Opfer sei es wichtig, dass die Täter einer gerechten Strafe zugeführt werden. „Opferschutz aber darf nicht mit dem Richterspruch enden“, so der Regierungspräsident. Straftaten werde es immer geben aber es müsse alles unternommen werden, solche zu verhindern. „Die Mitarbeiter des WEISSEN RINGS sind wirkungsvolle Helfer für Opfer von Straftaten. Sie setzen sich vorbildlich ein und leisten beispiellosen Dienst am Nächsten. Das hat meinen großen Respekt“, schloss der Regierungspräsident.

Landesvorsitzender Bayern-Nord, Josef Wittmann, würdigte die Arbeit von Udo Wolf, der leider dem Festakt nicht beiwohnen konnte. Er skizzierte den beruflichen Weg des pensionierten Polizeibeamten, der 12 Jahre, von April 2006 bis Dezember 2018 die Außenstelle Schwabach leitete. Wittmanns Dank galt auch der Ehefrau von Udo Wolf.

An Anton Krach gewandt sagte der Landesvorsitzende, dass dieser zunächst bei der Deutschen Bundesbahn und später in einem Geldinstitut tätig war. „Als sie 2017 in Rente gingen, suchten sie für sich eine neue Herausforderung, die sie nun ganz sicher mit dem Amt eines Außenstellenleiters gefunden haben“, so Wittmann. Er freute sich, dass Krach schnell bereit war, diese Aufgabe zu übernehmen. „Die Arbeit haben sie ja schon von ihrer Frau Gudrun gekannt, die schon länger für den WEISSEN RING tätig ist“, sagte der Landesvorsitzende. Er händigte sodann den Ausweis an Außenstellenleiter Anton Krach aus und wünschte ihm für die verantwortungsvolle Aufgabe alles Gute.

In seiner Antrittsrede sagte Anton Krach, dass es Wittmann gelungen wäre ihn innerhalb von acht Wochen zu überreden, die Außenstelle Roth/Schwabach zu übernehmen. „Eigentlich wollte ich nur wie meine Frau, Mitarbeiter werden. Als ich aber beim Runden Tisch war und dort die Begeisterung der Ehrenamtlichen erleben durfte, habe ich mich schnell entschieden“, so Krach. Hier sei er bestärkt worden, sich für Opfer einzusetzen. „Ich denke es wird mich erfüllen und mir Spaß machen, Opfern helfen zu können.“ Krach dankte, wie zuvor auch schon Josef Wittmann, der Außenstellenleiterin von Erlangen, Elke Yassin-Radowsky, die wie die Mitarbeiterinnen im Landesbüro Bayern-Nord, Brigitte Boran und Daniela Lauterbach, ihm mit Rat zur Seite standen. „Ich will meine Arbeit für den WEISSEN RING nach bestem Wissen und Gewissen durchführen und bitte alle mich hierbei zu unterstützen“, schloss Anton Krach.

Ehrengäste, Behördenvertreter und Außenstellenleiter/innen von Nachbarlandkreisen

 

Die Feierstunde wurde musikalisch umrahmt von der Musikschule Schwabach; in Person von Marion Sindel und Ludwig Peschik. Einen „Farbtupfer“ setzte mit seiner farbenfrohen Uniform Wolfgang Remmlinger von der Historischen Bürgerwehr und Schützenkompanie Schwabach.
 

Musiker Marion Sindel und Ludwig Peschik - Wolfgang Remmlinger von der "Historischen Bürgerwehr"

Text und Fotos: Helmut Will

Bildbericht zur Amtseinführung