Bayern-Nord
Menü

Außenstellenleitertagung 29./30. März 2019 im Bereich der Außenstelle Erlangen-Höchstadt

Die Leiterinnen und Leiter der Außenstellen des WEISSEN RINGS für Bayern-Nord trafen sich am 29./30. März im Hotel „AURORA“ zu einer Aus- und Weiterbildungsveranstaltung.
In diesem Rahmen wurden auch verdienter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgezeichnet.

Josef Wittmann, Landesvorsitzender Bayern-Nord, eröffnete die Außenstellenleitertagung im Hotel AURORA in Heßdorf. Der Vorsitzende freute sich, dass fast alle Leiterinnen- und Leiter gekommen waren. Neben den Ehrenamtlichen galt sein Gruß Bürgermeister Horst Rehder von der Gemeinde Heßdorf und der örtlichen Außenstellenleiterin Elke Yassin-Radowsky.

Elke Yassin-Radowsky, Außenstellenleiterin am Gastgeberort, hob die Nähe zu Erlangen und Nürnberg hervor und dankte allen, die bei der Vorbereitung zur Außenstellenleitertagung mitgeholfen hatten, namentlich Brigitte Boran und Daniela Lauterbach vom Landesbüro Bayern-Nord. 

Bürgermeister Horst Rehder von der Gemeine Heßdorf begrüßte die Anwesenden und stellte seine Gemeinde  vor. Sie wird auch „Das Tor zum Seebachgrund“ genannt, sagte Rehder. Er wies auf Kulturelles hin und teilte mit, dass sich in der Gemeinde auch das „Europäische Vogelschutzgebiet“ befinde. „Opferhilfe ist eine ganz besondere Form der Nächstenliebe und sie leisten großartige Hilfe“, sagte der Bürgermeister zu den Aktiven des WEISSEN RINGS.

Klaus Kozuch, Präventionsbeauftragter für Bayern-Nord, sagte in seinem Kurzvortrag, dass Prävention Auswirkungen auf die soziale Situation, auf subjektive und objektive Sicherheit und auf Lebensqualität habe. Er stellte die Struktur der Präventionsarbeit vor und hofft auf gute Zuarbeit durch die Leiter der 31 Außenstellen von Bayern-Nord. 62 Prozent Rückmeldungen der letzten Abfrage sind eingegangen, was ein guter Wert ist, aber eben nicht 100 Prozent. In einer Grafik zeigte er auf, welche Arten der Präventionsarbeit in Bayern-Nord geleistet wurden.

Doris Klingseisen, Mitarbeiterin der Außenstelle Cham, erläuterte mit Begeisterung das Projekt „Nicht mit mir!“, welches für alle Altersgruppen angeboten wird. Teilgenommen haben ca. 14.00 Kinder in bundesweit 900 Kursen. „Der WEISSE RING wird hier voll mit eingebunden“, sagte die Referentin und betonte den Wert des Kurses für Kinder.

Rechtsanwalt Dr. Oliver Schreiber aus München stellte seinen Vortrag unter das Motto „Der heimliche, ungeliebte Fachanwalt“. Mit Begeisterung legte der Jurist seine Arbeit für die Opfer von Straftaten dar. Seit einigen Jahren sei er  n u r  noch als Opferanwalt tätig. Er gab wertvolle Tipps an die Versammlungsteilnehmer, was bei der Auswahl eines Anwaltes für Opfer zu beachten sei und schilderte sein persönliches Vorgehen bei Gesprächen mit Opfern.

Im öffentlichen Teil am nächsten Tag begrüßte Alexander Tritthart, Landrat des Landkreises Erlangen-Höchstadt, die Versammlungsteilnehmer. Er hob das gute Miteinander zwischen dem Landkreis und Außenstellenleiterin Elke Yassin-Radowsky hervor. „Auch wir als Landkreis sind Mitglied beim WEISSEN RING“, sagte der Landkreischef. Er gab einen kurzen Überblick über den Landkreis und lobte die wichtige Arbeit des WEISSEN RINGS, die unbedingt nötig sei.

Burkard Rappl, Ministerialdirigent im Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (ZBFS), gab seine Abschiedsvorstellung, da er zum 1.4.19 in Ruhestand geht. Er blendete kurz auf die letzten 20 Jahre zurück, in denen er Kontakt mit dem WEISSEN RING hatte und hob die gemeinsamen Ziele zwischen Ministerium, dem ZBFS und dem WEISSEN RING hervor. Es habe stets eine vertrauensvolle Zusammenarbeit stattgefunden.
Sein Nachfolger wird der bisherige Stellvertreter, Dr. Hübsch.
Landesvorsitzender Josef Wittmann sagte zu Herrn Rappl: „Sie waren die Klammer zwischen WEISSER RING und ZBFS.“

 

 

 

 

 

Im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung konnten auch mehrere Ehrungen vorgenommen werden.

Irene Dicker wurde für zehn Jahre aktive Mitarbeit geehrt. Seit 1. Januar 2016 ist sie Leiterin der Außenstelle Lichtenfels. Das Foto zeigt sie zusammen mit Burkard Rappl und Josef Wittmann. Sie war auch Schöffin beim Amtsgericht Lichtenfels.

Manfred Wirth (links) erhielt die Ehrung für zehn Jahre aktive Mitarbeit. Der ehemalige Kriminalbeamte ist seit Juli 2009 Außenstellenleiter der Außenstelle Main-Spessart.
Mit auf dem Bild (weiter von links) Burkard Rappl, Josef Wittmann und Landrat Alexander Tritthart.

Monika Weiß, Mitarbeiterin der Außenstelle Nürnberg-Stadt, wurde ebenfalls für 10 Jahre geehrt. Frau Weiß war als Angestellte im Polizeidienst tätig.

Hermann Heunisch, ehemaliger Personalrat bei der Bundesbahn, ist Mitarbeiter der Außenstelle Würzburg und konnte Glückwünsche für zehnjährige Tätigkeit in Empfang nehmen.

Elly Albaner ist seit 20 Jahren für den WEISSEN RING aktiv, war viele Jahre stv. Außenstellenleiterin und hat im Dezember 2018 die Leitung der Außenstelle Ansbach -Stadt und Kreis- übernommen.

Karl Herrscher, bisheriger Leiter der Außenstelle Ansbach Stadt und Kreis, wurde als Leiter der AS verabschiedet. Ehemals in leitender Tätigkeit im Personalmanagement tätig führte Karl Herrscher die Außenstelle seit 2010 und legte dieses Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder.

Gruppenfoto der Geehrten und Ehrenden. Von links: Landrat Alexander Tritthart, Monika Weiß, Hermann Heunisch, Manfred Wirth, Irene Dicker, Josef Wittmann, Elly Albaner, Burkard Rappl, Karl Herrscher.

Neben Urkunden des Bundesvorsitzenden erhielten die Geehrten ein Anerkennungsgeschenk.

Peter Kreisel, Leitender Polizeidirektor der Polizeiinspektion Erlangen, erläuterte die Arbeit, das Arbeitsergebnis sowie die Kriminalstatistik der PI Erlangen, die nach seinen Worten 111.000 Einwohner betreut. Sein Resümee: „Erlangen ist eine sichere Stadt mit überschaubarer Kriminalität.“

Die Tagung verlief insgesamt sehr harmonisch, bot Gelegenheit zum gegenseitigen Meinungsaustauch und brachte für die Leiterinnen und Leiter der Außenstellen neue Erkenntnisse, die von den Referenten und vom Landesvorsitzenden Wittmann aus dem Bereich Bayern-Nord aber auch aus dem Bereich der Bundesgeschäftsstelle in Mainz vermittelt wurden.

Am Abend des ersten Tages fand eine Führung in der „Hannberger Wehrkirche“ statt. Sie liegt etwa zwei Kilometer vom Tagungsort entfernt und ist die drittgrößte Wehrkirche Deutschlands.

Text und Fotos: HeWi