Bayern-Nord
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Landesmitgliederversammlung in Bayern-Nord

Die Landesmitglieder- und Außenstellenleiterversammlung des WEISSEN RINGS für Bayern-Nord fand in Rothenburg ob der Tauber statt. Zur Region Bayern-Nord zählen alle Landkreise von Unter-, Mittel- und Oberfranken und die Oberpfalz. Insgesamt gibt es in diesem Bereich 32 Außenstellen des WEISSEN RINGS mit 160 ehrenamtlichen Opferhelfern.
 

(v.li.)  Peter Meyer - Dr. Jürgen Ludwig - Dieter Kölle - Burkard Rappl - Bianca Biwer - Josef Wittmann

Landesvorsitzender Josef Wittmann konnte zum öffentlichen Teil der Versammlung Bürgermeister Dieter Kölle aus Rothenburg, Peter Meyer, Vizepräsident des Bayerischen Landtages, MdL Jürgen Ströbel, Dr. Jürgen Ludwig, Landrat des Kreises Ansbach, Ministerialdirigent Burkard Rappl vom Bayerischen Sozialministerium, die Leiterin des Zentrum Bayern, Familie und Soziales der Regionalstelle Nürnberg, Karin Wirsching, EPHK Stefan Schuster von der PI Rothenburg, und die Bundesgeschäftsführerin des WEISSEN RINGS, Bianca Biwer als Ehrengäste begrüßen.



Bürgermeister Kölle stellte kurz die Stadt Rothenburg vor, die jährlich von 1,5 Mio. Touristen besucht wird.


 

 

Vizepräsident Peter Meyer betonte in seinem Grußwort, dass der WEISSE RING wesentlichen Anteil an der Verbesserung der Opferrechte hat. Die Tätigkeit des WEISSEN RINGS sei unverzichtbar in der Gesellschaft. Er dankte den Ehrenamtlichen für ihre teilweise sehr schwierige Opferbetreuung, auch im Namen des Landtags.
 


Landrat Dr. Ludwig berichtete von der Kriminalitätsbelastung im Lkr. Ansbach, die im Verhältnis zu den Zahlen in Gesamtbayern positiv darstellen. Er stellte auch die Tagungsstätte „Evangelische Tagungsstätte Wildbad“ vor, die ursprünglich als Kurbad erbaut wurde, viele Jahre als Polizeischule diente und nunmehr als Tagungsstätte genutzt wird.

Bianca Biwer, Bundesgeschäftsführerin des WEISSEN RINGS, stellte die „wertvolle Zusammenarbeit“ mit dem Landesverband heraus, der „sehr leistungskräftig, stark und präsent“ sei. Sie ging auf die aktuelle Situation des Vereins ein, dankte den Anwesenden -stellvertretend für alle Opferhelfer- für ihr Engagement, das tagtäglich in der Opferarbeit geleistet wird.

Ministeraldirigent Burkard Rappl vom Bayerischen Sozialministerium sprach in seinem Fachvortrag zum Thema „Neueste Entwicklungen im sozialen Entschädigungsrecht“ auch über die Zusammenarbeit mit dem WEISSEN RING. er berichtete über die „Stiftung Opferhilfe Bayern“ in dessen Gremien auch der WEISSE RING vertreten ist. Die Stiftung erbringt Leistungen, die nicht vom Opferentschädigungsgesetz abgedeckt werden können. Die Zusammenarbeit WEISSER RING und dem „Zentrum Bayern, Familie und Soziales“ klappe sehr gut, was auch auf die Kooperationsvereinbarung von 2012 zurückzuführen sei. Die Umorganisation dieses Amtes soll eine Effizienzsteigerung zur Folge haben. Der Referent betonte jedoch, dass staatliche Entschädigung allein nicht ausreiche, sondern die menschliche Zuwendung gegenüber einem Kriminalitätsopfer ein entscheidender Faktor sei. Dies werde insbesondere durch den WEISSEN RING praktiziert, aber auch die regionalen Sonderbetreuer stünden zur Verfügung.

Herr Rappl dankte für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und betonte, dass die Interessen der Opfer durch den WEISSEN RING gut vertreten werden.

 

Es folgten Ehrungen für langjährige aktive Tätigkeit im WEISSEN RING.
Der Landesvorsitzende Wittmann überreichte im Namen der Bundesvorsitzenden, Frau Müller-Piepenkötter, Urkunden und eine kleine Aufmerksamkeit
für 5 Jahre an
Ute Wölfelschneider, Leiterin der Außenstelle (AS) Miltenberg,
Manfred Kirschenhofer stv. Leiter der AS Regensburg,
Ernst Heike, Mitarbeiter der AS Erlangen,
für 10 Jahre an
Volker Friedel, Mitarbeiter der AS Nürnberg,
Inge Schaller, Leiterin der AS Kronach,
Walter Schaller, stv. Leiter der AS Kronach,
Manfred Krug, Leiter der AS Rhön-Grabfeld,
Holger-Ric Pfister, stv. Leiter der AS Rhön-Grabfeld,
für 15 Jahre an
Ulrike Lemaire, Leiterin der AS Bad Kissingen,
Rüdiger Niethammer, Leiter der AS Amberg-Sulzbach,
für 20 Jahre
Maria Rippberger, Mitarbeiterin der AS Miltenberg,
Helmut Will, Leiter der AS Haßberge,
 

Stv. Landesvorsitzender Roland Holzmann zeichnete zusammen mit der Bundesgeschäftsführerin Bianca Biwer den Landesvorsitzenden Josef Wittmann für 10 Jahre aus und überreichte die Urkunde der Bundesvorsitzenden.
 

Gruppenfoto der geehrten langjährigen Aktiven

Im folgenden internen Teil der Veranstaltung standen die Wahlen im Mitelpunkt.
Als Landesvorsitzender wurde Josef Wittmann einstimmig wiedergewählt.
Bisheriger Stellvertreter Roland Holzmann legte nach 14 Jahren sein Amt nieder.
Als Stellvertreter sind Wolfgang Schwarz (Aschaffenburg) und Helmut Will (Haßberge) gewählt worden.
Zur Bundesdelegiertenversammlung im September stehen Bayern-Nord 17 Delegiertenplätze zu.
Gewählt wurden (nach Stimmenanzahl):
Holzmann, Roland - Aschaffenburg
Will, Helmut - Haßberge
Kozuch, Klaus - Cham
Herrmann, Siegfried - Regensburg
Schwarz, Wolfgang - Aschaffenburg
Herrscher,  Karl - Ansbach
Perottoni, Günther - Regensburg
Stiermann,  Kurt - Nürnberg/Fürth
Halbleib, Heinrich - Kitzingen
Koch, Martin - Würzburg
Yassin-Radowsky, Elke - Erlangen
Wölfelschneider, Ute - Miltenberg
Kirschenhofer, Manfred - Regensburg
Werner, Wiltrud - Schweinfurt
Winkler, Udo-Peter - Erlangen
Dicker, Irene - Lichtenfels
Schaller, Inge - Kronach
Ersatzdelegierte                        
Petri, Heinrich - Bayreuth
Schaller, Walter - Kronach

 

 

Bevor der Landesvorsitzende die Versammlung beendete, dankte er seinem bisherigen Stellvertreter Roland Holzmann, der das Amt 14 Jahre begleitete, für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.


Am Vortag trafen sich bereits die Außenstellenleitungen zu einem Informations- und Erfahrungsaustauch, bei dem Frau Hessinger von der Bundesgeschäftsstelle Neuerungen bei den finanziellen Hilfen des Vereins vorstellte

Sabine Hessinger, Sachbearbeiterin in der Bundesgeschäftsstelle

Am Abend besuchten die Teilnehmer das „Mittelalterliche Kriminalmuseum“ in Rothenburg, mit ca. 50.000 Exponaten aus über 1.000 Jahren deutscher und europäischer Rechtsgeschichte und zu den bedeutendsten und beliebtesten Rechtskundemuseen in Deutschland und Europa zählt.

Fotos: RoHo/WR