Bayern-Nord
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Wiltrud Werner neue Außenstellenleiterin des WEISSEN RINGS in Schweinfurt Stadt u. Kreis

„Obere Diele“ des Rathauses in Schweinfurt


Wiltrud Werner wurde mit einem Festakt in der „Oberen Diele“ des Rathauses in Schweinfurt am Donnerstag, 15. März 2018, 10 Uhr als Außenstellenleiterin eingeführt. Sie löst damit Werner Leuerer ab, der die Außenstelle Schweinfurt über sechs Jahre erfolgreich geführt hat und aus persönlichen Gründen die Verantwortung an Wiltrud Werner weitergab.
 

Eingeleitet wurde der Festakt von Frau Sonja Artmann (Flöte) und Dieter Trommler (Gitarre) von der Musikschule Schweinfurt mit einem Musikstück.
 

Josef Wittmann, Landesvorsitzender für Bayern-Nord

Josef Wittmann, Landesvorsitzender für Bayern-Nord konnte im historischen Rathaus zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Neben Vertretern diverser Behörden, Organisationen und Beratungsstellen begrüßte Wittmann den Festredner, Polizeipräsident von Unterfranken, Gehard Kallert und den Hausherren, Oberbürgermeister Sebastian Remelè. Ihm dankte Wittmann für die Bereitstellung des Saales, der Getränke und Organisation der Musikbegleitung.

Nach seinen Begrüßungsworten ging Wittmann auf die Geburtsstunde des WEISSEN RING vor 42 Jahren ein. Er zeigte auf, dass sich der WEISSE RING als einzig bundesweit tätige Opferhilfsorganisation fest etabliert habe und mit seinen Möglichkeiten vielen Menschen, die Opfer einer Straftat wurden, durch persönlichen Beistand, aber auch materiell Hilfe zukommen lässt. Der Landesvorsitzende erwähnte das Ausbildungsprozedere und das Seminarsystem beim WEISSEN RING, welches ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchlaufen, um ihren Aufgaben gewachsen zu sein und um diese professionell ausführen zu können.

Der Landesvorsitzende dankte dem bisherigen Leiter, Werner Leuerer und erwähnte auch dessen Vorgänger, Claus Effner, der für den WEISSEN RING mehr als 600 Mitglieder geworben hatte.
 

Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt Sebastian Remelè
 

Oberbürgermeister Sebastian Remelè zeigte sich froh in einem demokratischen Staat leben und arbeiten zu können, wo es ein funktionierendes Sozialsystem gibt und eine der besten medizinischen Versorgung. „Die Betreuung derOpfer von Straftaten ist mitunter noch etwas stiefmütterlich“, sagte der Oberbürgermeister. Die Übernahme von Ehrenämtern sei wichtig und hier würde der WEISSE RING mit seinen etwa 3000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern herausragendes leisten. „Der WEISSE RING ist eine segensreiche Einrichtung“, sagte Remelè. Sein Dank galt Werner Leuerer für sechs Jahre Verantwortung für den WEISSEN RING in Schweinfurt Stadt und dem Landkreis und er freute sich, dass mit Wiltrud Werner eine Nachfolgerin gefunden wurde, die großes Engagement zeige. Er sagte ihr bei der Bewältigung ihrer Aufgaben die Unterstützung der Stadt Schweinfurt zu.

Waltraud Asbahr, Leiterin der Regionalstelle des ZBFS (Zentrum Bayern für Famnilie und Soziales) Unterfranken
 


Waltraud Asbahr, Leiterin der Regionalstelle des ZBFS Unterfranken, zollte Werner Leuerer ebenfalls Respekt für seine sechsjährige Tätigkeit als Außenstellenleiter. Jede Gewalttat sei unterschiedlich und es bedürfe Sachkenntnis und Einfühlungsvermögen beim Umgang mit Opfern. „Für Opfer ist es wichtig, dass vor Ort jemand da ist und das sind Sie vom WEISSEN RING aber auch unsere Opferbetreuer beim ZBFS“, so die Chefin des ZBFS. Intern aber auch extern sei eine gute Vernetzung wichtig. „Gewalttaten können nicht verhindert werden, aber wir sind mit ihnen da, um Opfern zu helfen“, sagte Waltraud Asbar und wünschte Wiltrud Werner bei ihrer Arbeit viel Erfolg und Zufriedenheit.
 

Polizeipräsident Gerhard Kallert - Polizeipräsidium Unterfranken

Mit dem Festredner, Herrn Polizeipräsident Gerhard Kallert, trat ein Praktiker an das Rednerpult. Zunächst brachte er seine Achtung gegenüber der Schweinfurter Justiz zum Ausdruck, die kürzlich in einem Schnellverfahren einen Straftäter verurteilte. „Da folgte die Strafe auf dem Fuß“, sagte Kallert. „Der WEISSE RING ist ein wichtiger Partner für die Polizei, die beide für die Gesellschaft ihre Arbeit leisten.“ Das Ansehen des WEISSEN RINGS in der Bevölkerung komme nicht von ungefähr und der WEISSE RING leiste sehr viel Aufklärungsarbeit. Die Polizei könne Opfern in akuten Situationen helfen und zur Seite stehen. Eine langfristige Begleitung wie sie der WEISSE RING erbringe, könne die Polizei nicht leisten. „Für Programme, welche der WEISSE RING an Schulen durchführt, bin ich sehr dankbar“, sagte der Polizeipräsident. Hier nannte er explizit einen Vortrag der von der Außenstelle Haßberge in einer Mittelschule in Ebern durchgeführt wurde. „Ich habe gelesen, dass vor den Schülern jugendtypische Straftaten angesprochen und deren Folgen aufgezeigt wurden. Das ist sicher ein guter Ansatz auf junge Menschen einzuwirken“. Der Festredner ging auf bestimmte Straftatenentwicklungen im Bereich Schweinfurt und in Unterfranken ein und verkannte nicht, das Opfer nach einer Straftat oft mit psychischen Auswirkungen zu kämpfen haben. „Der WEISSE RING hilft schnell und unbürokratisch und ich danke allen die sich hier ehrenamtlich engagieren. Ihnen Frau Werner, wünsche ich für ihre Arbeit Energie und Kraft“, schloss Gerhard Kallert seine Rede.
 

Frau Wiltrud Werner bei ihrer Antrittsrede

Landesvorsitzender Josef Wittmann dankte allen Rednern für deren netten und anerkennenden Worte, bevor die neue Außenstellenleiterin, Wiltrud Werner, ihre Antrittsrede hielt. Zunächst dankte sie ihrem Vorgänger Werner Leuerer für dessen Arbeit und freute sich, dass dieser dem WEISSEN RING in Schweinfurt weiterhin als Mitarbeiter mit seinem großen Erfahrungsschatz zur Verfügung steht. Auch beim Außenstellenleiter des WEISSEN RING im Landkreis Haßberge, Helmut Will, bedankte sich Wiltrud Werner für verschieden geleistete Unterstützung. An ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Schweinfurt gerichtet sagte sie: „Ich brauche euch, wir brauchen uns, um anderen Menschen helfen zu können“. Von ihr werde man nie den Satz hören „ich habe keine Zeit, es geht bei mir nicht“, sagte Frau Werner und machte damit ihr großes Engagement für Opfer von Straftaten deutlich. An die Besucher im Saal, die Netzwerkpartner des WEISSEN RINGS sind, richtete Wiltrud Werner die Bitte um vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle der Opfer. „Ohne Sie wäre es oft bedeutend schwerer unsere Arbeit zu tun.“

Sodann erhielt Wiltrud Werner vom Landesvorsitzenden Josef Wittmann ihren Dienstausweis als Außenstellenleiterin. „Wir sagen ihnen einen sicheren Arbeitsplatz zu und beschäftigen Sie ehrenamtlich bei freier Zeiteinteilung“, sagte der Landesvorsitzende und gratulierte ihr zu ihrer Ernennung.
Danach bestand Gelegenheit sich bei einem Imbiss gegenseitig auszutauschen. Die historische Diele des Rathauses Schweinfurt war ein würdiger Ort für den Festakt.
Bericht und Fotos: Helmut Will

Fotos zur Amtseinführung